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Sexuelle Ausbeutung männlicher Opfer durch Täterinnen

In Fällen sexueller Ausbeutung werden die Jungen von den Täterinnen aufgefordert, sexuelle Handlungen an ihnen zu vollziehen bzw. die Täterinnen stimulieren sich an der Erregung der Opfer oder benutzen deren Körperteile wie einen Vibrator. Den auf diese Weise mehr oder weniger zu Objekten degradierten Jungen wird erzählt, daß Sex etwas ,Schönes’ sei, was ihnen, den Frauen gefällt und auch den Jungen zu gefallen hat. Den Täterinnen gelingt es in manchen Fällen sogar, den Jungen zu vermitteln, daß nicht sie die Jungen verführt haben, sondern gemäß gesellschaftlicher Rollenerwartung die Jungen die Verführer sind. Das scheint dem Selbstbewußtsein der Jungen oft nicht zu schaden. Sie fühlen sich dann schon als richtige Männer, die es geschafft haben, ,attraktiv genug für eine ältere Frau zu sein’….[…]

Die Jungen wurden mit sexueller Ausbeutung in unterschiedlichen Entwicklungsphasen erstmalig konfrontiert. In den Berichten der TherapeutInnen variierte dies vom Säuglingsalter, über die Kleinkindzeit, das Schulkindalter bis hin zur frühen Pubertät. Die sexuelle Ausbeutung dauerte meist mehrere Jahre. Die Art und Weise der Sexualität zwischen Opfer und Täterin wurde als vielfältig, jedoch ohne einen Hinweis auf physische Gewalt, beschrieben:

  • Die Mutter von Klaus stimulierte sich mit dem Körper ihres Sohnes (Säuglingsalter) und später (ab dritten Lebensjahr) an seiner, von ihr erzeugten Erregung.
  • Tom wurde von seiner Mutter oral stimuliert und mußte es bei ihr ebenso machen.
  • Auch bei Gerd spielte das Lecken (an Busen und Scheide) eine Rolle.
  • Bei Kurt, Stephan und Egon wird nicht konkretisiert was geschah. Die Therapeutin nannte es ,übermäßige Zärtlichkeit’, ,sexuellen Mißbrauch’ oder ,sexualisierte Partnerersatzrolle’. Robert stand der Mutter zu sexuellen Zwecken zur Verfügung, und sie verhielt sich ihm gegenüber wie eine Zuhälterin, die ihren Sohn Erwachsenen zur Verfügung stellte.
  • Thomas erinnerte sich nur an ein Bild, auf dem sich seine Mutter mit seiner Hand befriedigt.
  • Axel schilderte drei Szenen; die konkreteste beinhaltete oralen Verkehr mit der Tante.

…[…]

Das beschriebene positive Erleben sexueller Ausbeutung durch die Täterinnen wird hier unter dem Schwerpunkt der Interaktionsdynamik wieder aufgegriffen:

  • Tom findet das Po-Lecken schön und merkt, daß seine Mutter es auch schön findet.
  • Kurts Mutter sagt, daß ihr das Streicheln am ganzen Körper gefällt und gibt dem Sohn zu verstehen, daß es ihm auch ,gut tut’.
  • Bei Axel, Thomas und Robert spricht der Therapeut von ,Verführungssituationen’, in denen es den Täterinnen gelungen ist, den ,Kleinen einzuimpfen’, die Verführer gewesen zu sein

…[…]

Quelle: if-weinheim.de

 

 

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